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Technik·27. Oktober 2026·6 Min. Lesezeit

Die beliebtesten Smartphone-Marken in der Schweiz

Balkendiagramm: Anteile der Smartphone-Marken Apple, Samsung, Xiaomi, Google und Huawei in der Schweiz und in Deutschland

Schau dich im Zug von Luzern nach Zürich um, und du siehst vor allem zwei Arten von Handys: iPhones und Samsung-Geräte. Das ist kein Zufall. Eine repräsentative Befragung zeigt, dass diese beiden Marken den Schweizer Markt fast unter sich aufteilen. Alle anderen Hersteller zusammen kommen nur auf einen kleinen Rest.

In diesem Beitrag liste ich die Marktführer in der Schweiz auf, stelle ihnen die Zahlen aus Deutschland gegenüber und zeige, was iPhone- und Android-Nutzerinnen und -Nutzer unterscheidet. Am Schluss geht es um die Frage, die mich als Kursleiter am meisten interessiert: Was bedeutet das fürs Fotografieren mit dem Handy?

Die Studie hinter den Zahlen

Grundlage ist die Smartphone-Studie 2025 des Vergleichsdienstes Comparis. Im Dezember 2025 hat das Marktforschungsinstitut Innofact dafür 2091 Personen aus allen Regionen der Schweiz übers Internet befragt. Es war keine frei zugängliche Online-Umfrage, die Befragung gilt als repräsentativ. Watson hat die Ergebnisse am 19. März 2026 veröffentlicht.

Wichtig für das Lesen der Zahlen: Es handelt sich um eine Befragung. Die Prozentwerte geben an, welches Gerät die Befragten nutzen, nicht wie viele Geräte in einem Jahr verkauft wurden. Für die Frage, welche Marken in der Schweiz im Alltag verbreitet sind, ist das aber genau die richtige Sicht.

Die Marktführer in der Schweiz

So verteilen sich die Marken laut Comparis-Studie:

RangMarkeAnteilBetriebssystem
1Apple49,3 %iOS
2Samsung37,2 %Android
3Xiaomi3,2 %Android
4Google2,2 %Android
5Oppo1,8 %Android
6Huawei1,6 %Android oder HarmonyOS
7Sony0,8 %Android

Apple und Samsung kommen zusammen auf 86,5 Prozent. Damit nutzen fast neun von zehn befragten Personen ein Gerät dieser beiden Hersteller.

Apple: fast jedes zweite Handy

Mit 49,3 Prozent ist Apple die klare Nummer eins. Die Marke legt seit Jahren zu: 2020 lag ihr Anteil in der Comparis-Studie noch bei 44,8 Prozent. Die Treue ist hoch. 90 Prozent der Apple-User wollen wieder ein iPhone kaufen.

Auffällig ist das Alter. Bei Personen unter 36 Jahren nutzen über 55 Prozent ein iPhone. In den älteren Altersgruppen bevorzugen dagegen über die Hälfte ein Android-Gerät. Das iPhone ist in der Schweiz also vor allem das Handy der Jüngeren.

Samsung: die Nummer eins bei Android

Samsung kommt auf 37,2 Prozent und dominiert damit klar das Android-Lager. Kein anderer Android-Hersteller erreicht auch nur einen Zehntel davon. Wer in der Schweiz ein Android-Handy in der Hand hält, hat also meistens ein Samsung.

Auch hier ist die Treue gross. Nur 3,2 Prozent der Android-User wollen zu Apple wechseln. Die beiden Lager bleiben also weitgehend unter sich. Wie Samsung beim unscharfen Hintergrund ohne Laser-Scanner auskommt, erkläre ich im Beitrag Samsung Handys: Unscharfer Hintergrund mit Software statt LiDAR. Was bei den neuen Galaxy-Modellen für Fotos dazukommt, steht auf der Seite Neuerungen bei Samsung.

Der Rest: Xiaomi, Google und Nischen

Hinter den beiden Grossen wird es dünn. Xiaomi liegt mit 3,2 Prozent auf dem dritten Platz, gefolgt von Google mit 2,2 Prozent. Oppo und Huawei liegen mit 1,8 und 1,6 Prozent dicht beieinander. Sony kommt auf 0,8 Prozent und bedient mit seinen Premium-Geräten eine Nische.

Das europäische Fairphone taucht in der Comparis-Auflistung gar nicht auf. Für die Schweiz gilt deshalb: Wer weder iPhone noch Samsung nutzt, gehört zu einer kleinen Minderheit von rund 13 Prozent der Befragten.

Der Vergleich mit Deutschland

In Deutschland sieht das Bild anders aus. Eine Auswertung der Statista Consumer Insights, veröffentlicht am 22. Oktober 2026, zeigt, welche Marken rund 4800 Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer zwischen 18 und 64 Jahren verwenden:

MarkeDeutschlandSchweiz
Samsung40 %37,2 %
Apple32 %49,3 %
Xiaomi10 %3,2 %
Google5 %2,2 %
Motorola3 %nicht aufgeführt
Huawei2 %1,6 %
Honor1 %nicht aufgeführt
andere Marken7 %nicht ausgewiesen

Drei Unterschiede fallen auf. In Deutschland liegt Samsung vorne, in der Schweiz Apple, und zwar mit deutlichem Abstand. Xiaomi ist in Deutschland mit zehn Prozent eine feste Grösse, in der Schweiz mit 3,2 Prozent kaum mehr als eine Randerscheinung. Und alle Marken ausser Apple und Samsung kommen in Deutschland zusammen auf 28 Prozent, in der Schweiz auf rund 13 Prozent.

Ganz eins zu eins vergleichen lassen sich die beiden Zahlenreihen nicht. Die Studien stammen von verschiedenen Instituten, fragen unterschiedlich und decken nicht dieselben Altersgruppen ab. Die Richtung ist aber eindeutig: Die Schweiz ist ein iPhone-Land, Deutschland ein Samsung-Land. Beim Preis lohnt ein Blick auf das günstigste iPhone: Das iPhone 17e kostet in der Schweiz laut Watson 600 Franken, in Deutschland laut Statista 849 Euro. Ob das den Unterschied erklärt, sagen die beiden Quellen allerdings nicht.

Was iPhone- und Android-Nutzende unterscheidet

Die Comparis-Studie liefert noch einige weitere Unterschiede zwischen den beiden Lagern:

  • Zufriedenheit: Knapp 43 Prozent der Android-User sind mit ihrem Gerät rundum zufrieden, bei Apple-Usern sind es nur 34 Prozent. Über alle Befragten hinweg sind es fast 40 Prozent.
  • Kamera: Android-User beurteilen die Kameraqualität ihres Geräts häufiger kritisch (12,6 Prozent) als iPhone-User (7,7 Prozent).
  • Cloud: 68 Prozent der iPhone-User nutzen Cloud-Dienste, bei Android-Usern sind es weniger als die Hälfte.
  • Für alle gleich: Ein Viertel der Befragten findet die Akkulaufzeit ungenügend, jede zehnte Person den Speicherplatz.

Was das fürs Fotografieren heisst

Für einen Fotokurs in der Schweiz heisst das: Die Handgriffe müssen auf dem iPhone und auf Android funktionieren, vor allem auf Samsung. Meine Kurse sind deshalb für alle Handy-Marken gedacht. Die Grundlagen sind ohnehin dieselben, denn beide Hersteller setzen auf Computational Photography, also auf Bilder, die aus mehreren Aufnahmen verrechnet werden.

Unterschiede gibt es bei einzelnen Funktionen. Den LiDAR-Scanner gibt es nur in den Pro-Modellen von Apple, Samsung rechnet die Tiefe stattdessen aus den Kamerabildern. Dafür bringen viele Samsung-Geräte einen Pro-Modus mit, in dem du Belichtungszeit und ISO von Hand einstellst. Auf dem iPhone brauchst du dafür eine zusätzliche App.

Und noch ein Punkt aus der Studie macht Mut: Fast 16 Prozent nutzen ihr Hauptgerät seit vier Jahren oder länger, so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr. Ein älteres Handy ist kein Grund für schlechte Fotos. Licht, Bildaufbau und ein ruhiger Auslöser machen den grösseren Unterschied als das neueste Modell.

Häufig gestellte Fragen

Welche Smartphone-Marke ist in der Schweiz am beliebtesten?

Apple. Laut der Smartphone-Studie 2025 von Comparis nutzen 49,3 Prozent der Befragten ein iPhone. Samsung folgt mit 37,2 Prozent auf dem zweiten Platz, alle anderen Marken liegen deutlich darunter.

Wie gross ist der Anteil von Android in der Schweiz?

Die in der Studie genannten Android-Hersteller kommen zusammen auf rund 45 Prozent, mit Huawei auf knapp 47 Prozent. Den grössten Teil davon macht Samsung mit 37,2 Prozent aus, danach folgen Xiaomi, Google, Oppo und Sony.

Warum ist Samsung in Deutschland vorne und Apple in der Schweiz?

Die beiden Quellen nennen keinen Grund. Sie zeigen nur das Ergebnis: In Deutschland nutzen 40 Prozent ein Samsung und 32 Prozent ein iPhone, in der Schweiz 49,3 Prozent ein iPhone und 37,2 Prozent ein Samsung. Die Studien sind zudem unterschiedlich aufgebaut und nicht eins zu eins vergleichbar.

Funktioniert ein Fotokurs auch mit einem Android-Handy?

Ja. Die Kurse sind für alle Handy-Marken gedacht, ob iPhone, Samsung oder ein anderes Android-Gerät. Bildaufbau, Licht und Belichtung funktionieren auf allen Systemen gleich.

Quellen: Daniel Schurter, «Smartphone-Studie Schweiz: Das sagen iPhone- und Android-User», watson.ch, 19. März 2026, mit Daten der Comparis-Smartphone-Studie 2025 (Innofact, 2091 Befragte). Matthias Janson, «Welches sind die beliebtesten Smartphone-Hersteller in Deutschland?», Statista, 22. Oktober 2026, Daten der Statista Consumer Insights.

Lieber live üben?

Im Smartphone Fotokurs in Luzern gehen wir genau diese Themen am eigenen Handy durch.

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