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Praxis·20. August 2026·6 Min. Lesezeit

Teamevent mit Kamera: Fotokurs als Firmenanlass

Handyfotografie-Firmenkurs bei der Luzerner Kantonalbank mit Mitarbeitenden am Smartphone

Die Suche nach einem Teamevent endet oft bei denselben Vorschlägen: Escape Room, Kochkurs, Kartbahn. Alle drei funktionieren, und alle drei haben dasselbe Problem. Am Montag danach ist nichts davon geblieben ausser ein paar Fotos und der Erinnerung, dass es lustig war.

Ein Fotokurs ist eine der wenigen Varianten, bei denen etwas bleibt. Die Teilnehmenden nehmen eine Fähigkeit mit, die sie täglich brauchen, privat und im Beruf. Dieser Beitrag geht durch, wann das passt, wie so ein Anlass abläuft und was du bei der Planung bedenken solltest.

Warum es als Teamevent funktioniert

Drei Gründe, die sich in der Praxis immer wieder zeigen. Erstens die Einstiegshürde: Jede und jeder hat ein Smartphone dabei und kann sofort mitmachen. Es gibt keine Ausrüstung, die man erst verstehen muss, und niemand muss sportlich sein oder kochen können.

Zweitens das Niveau. In einer Firma sitzen Leute mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen zusammen, von der Hobbyfotografin bis zu jemandem, der nie über die Automatik hinausgekommen ist. Beim Fotografieren ist das kein Problem, weil jede Person auf ihrem Stand weiterkommt und niemand blossgestellt wird.

Drittens die Mischung aus Zuhören und Tun. Ein reiner Vortrag ermüdet, reine Aktivität bleibt nicht hängen. Ein Kurs wechselt zwischen kurzen Erklärungen und Übungen draussen oder im Haus, und genau dieser Rhythmus passt zu einem halben Tag, an dem die Leute auch reden und sich austauschen sollen.

Dazu kommt ein Nebeneffekt, den ich oft höre: Die Gruppe sieht die eigene Umgebung neu. Wer zwei Stunden lang das eigene Bürogebäude oder das Quartier fotografiert, entdeckt Ecken, an denen alle täglich vorbeigehen. Das schafft Gesprächsstoff, der nichts mit Arbeit zu tun hat.

Wo der Anlass stattfinden kann

Anders als bei den meisten Teamevents bist du nicht an einen Ort gebunden. Die drei üblichen Varianten unterscheiden sich vor allem im Aufwand für euch.

  • Bei euch in der Firma. Kein Reiseaufwand, der Theorieteil im Sitzungszimmer, die Übung im Gebäude, im Hof oder im Quartier. Das ist die häufigste Variante.
  • Draussen in der Stadt. Ein Fotowalk durch Luzern mit Aufgaben an mehreren Stationen. Braucht gutes Wetter oder einen Ausweichplan.
  • Im Fotostudio. Wettersicher, ruhig, mit Licht zum Ausprobieren. Passt gut, wenn Porträts oder Produkte ein Thema sind.

Der Ort ist auch eine inhaltliche Entscheidung. Wer Bilder für die eigene Website und die Social-Media-Kanäle braucht, übt am besten dort, wo diese Bilder später entstehen. Alle Varianten und der Ablauf stehen auf der Seite Firmenkurse.

Bei der Variante draussen lohnt sich ein Ausweichplan von Anfang an. Ein Sitzungszimmer, ein überdachter Innenhof oder ein Museumsfoyer reichen völlig. Regen ist fotografisch sogar interessant, aber nur, wenn niemand zwei Stunden nass im Wind steht.

Was die Gruppe mitnimmt

Die Basis ist immer dieselbe: Einstellungen am Handy, Grundlagen der Fotografie, Bildkomposition, eine Praxisübung und das Bearbeiten der eigenen Bilder. Darauf lässt sich je nach Bedarf ein Schwerpunkt setzen.

Für Marketing- und Kommunikationsteams heisst das meist Bildsprache, Hochformat für Social Media und ein einheitlicher Bearbeitungsstil, damit die Bilder aller Beteiligten zusammenpassen. Für technische Teams geht es eher um Dokumentation: gerade Linien, gleichmässige Belichtung, lesbare Details. Für einen reinen Teamanlass steht der gemeinsame Nachmittag im Vordergrund und der Inhalt bleibt breit.

Was in jedem Fall bleibt, ist der Blick. Die meisten Teilnehmenden sagen hinterher nicht, dass sie eine bestimmte Einstellung gelernt haben, sondern dass sie anders hinschauen als vorher. Das klingt weich, hat aber den grössten Effekt auf die Bilder, die danach entstehen.

Ein praktischer Zusatznutzen: Nach dem Kurs machen Mitarbeitende brauchbare Bilder vom eigenen Arbeitsalltag, von Anlässen und von Produkten. Für kleinere Firmen ersetzt das zwar keinen Auftrag an einen Fotografen, füllt aber die Lücke zwischen zwei professionellen Shootings.

Gruppengrösse und Zeitrahmen

Die wichtigste Zahl ist die Gruppengrösse. Sinnvoll sind sechs bis zwölf Personen. Unter sechs wird es schnell teuer pro Kopf, über zwölf kann nicht mehr jede Aufnahme einzeln besprochen werden, und genau das ist der Kern eines Kurses.

Grössere Teams löst man auf zwei Arten: nacheinander in zwei Durchführungen am selben Tag, oder parallel mit einer zweiten Kursleitung. Beides ist möglich, muss aber früh geplant werden, weil es Räume und Personen braucht.

Beim Zeitrahmen gilt: Unter zwei Stunden bleibt zu wenig Zeit zum Üben, über einen halben Tag sinkt die Aufmerksamkeit. Zwei bis vier Stunden sind der Bereich, in dem am meisten hängen bleibt. Ein anschliessender Apéro ist übrigens keine Pflicht, aber der beste Moment, um das Gelernte nochmals locker anzuwenden.

Denk auch an die Tageszeit. Ein Kurs am späten Nachmittag hat den Vorteil, dass draussen das Licht besser wird statt schlechter, und dass er direkt in einen Apéro übergehen kann. Ein Anlass am Vormittag ist dafür konzentrierter, weil der Kopf noch frisch ist.

Was es kostet und wie du planst

Firmenkurse werden offeriert statt mit einem Listenpreis verkauft, weil Dauer, Ort, Gruppengrösse und Schwerpunkt sich unterscheiden. Für die Budgetplanung rechnest du mit einem Pauschalpreis für die Gruppe, nicht mit einem Preis pro Person, dazu allfällige Reisekosten und Raumkosten, falls ihr extern durchführt.

Der Ablauf ist unkompliziert. Anfrage mit Format, Teamgrösse, Wunschdatum und Ort, danach ein kurzes Telefonat zu Zielen und Ablauf, dann eine Offerte. Unterlagen und eine Bildergalerie für alle Teilnehmenden folgen nach dem Kurs.

Zwei Dinge solltest du früh klären. Erstens den Termin: Halbe Tage sind schneller besetzt, als man denkt, gerade im Herbst und vor Weihnachten. Zweitens die Erwartung im Team. Sag vorher, dass es nicht um teure Technik geht, sondern um das Gerät in der eigenen Tasche. Das nimmt denjenigen die Sorge, die glauben, sie kämen mit einem alten Handy nicht mit.

Rechne ausserdem damit, dass ein bis zwei Personen kurzfristig ausfallen. Plan die Gruppe deshalb nicht auf die Obergrenze, sondern mit etwas Luft. Zehn angemeldete Personen bei einem Maximum von zwölf ist erfahrungsgemäss die entspannteste Ausgangslage.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Personen können an einem Firmen-Fotokurs teilnehmen?

Sinnvoll sind sechs bis zwölf Personen, damit jede Aufnahme einzeln besprochen werden kann. Grössere Teams löst man mit zwei Durchführungen nacheinander oder parallel mit einer zweiten Kursleitung. Beides braucht etwas mehr Vorlauf bei der Planung.

Wo findet ein Firmen-Fotokurs statt?

Bei euch vor Ort, draussen in der Stadt oder im Fotostudio. Am häufigsten ist die Variante in der Firma, weil kein Reiseaufwand entsteht und die Übung im eigenen Umfeld stattfindet. Der Ort wird im Vorgespräch zusammen festgelegt.

Brauchen die Teilnehmenden Vorkenntnisse?

Nein. Es reicht ein Smartphone, das noch fotografiert. Unterschiedliche Niveaus in einer Gruppe sind kein Problem, weil jede Person auf ihrem Stand weiterkommt. Sag das vorher im Team, dann melden sich auch die an, die sich sonst nicht zutrauen würden.

Wie lange dauert ein Teamevent mit Fotokurs?

Zwei bis vier Stunden sind der Bereich, in dem am meisten hängen bleibt. Kürzer bleibt zu wenig Zeit zum Üben, länger sinkt die Aufmerksamkeit. Dauer und Programm werden im Vorgespräch auf euren Anlass und euer Zeitfenster abgestimmt.

Lieber live üben?

Im Smartphone Fotokurs in Luzern gehen wir genau diese Themen am eigenen Handy durch.

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